Rhön-Schlitten in dritter Generation

Wusstet Ihr, dass es in der Rhön eine besondere Familie gibt, die sich bereits in der dritten Generation mit dem Bau von Rodelschlitten beschäftigt? Wir möchten Euch deshalb einmal die Familie Weber vorstellen, die sich dieser schönen Tradition angenommen hat.

Rodelschlitten aus handwerklicher Herstellung sind langlebige Produkte, sagen die Webers. Zum Vorteil des Kunden, aber nicht immer zu dem des Herstellers. Ein Weber-Rodelschlitten hält (wenn er nicht gegen eine Wand gesteuert wird!), gut und gerne drei Generationen lang. Das klingt doch vielversprechend, oder?

Die Rodelbauer verwenden regionales Eschenholz, das sich durch Langfaserigkeit auszeichnet, und damit noch haltbarer ist als Buche. Wenn auch etwas teurer als herkömmliche Produkte, überzeugen die Weber-Rodelschlitten daher durch noch bessere Qualität sowie ihre schöne Holzmaserung. Nun zweifach lackiert und mit geschwärzten Eisen eines regionalen Zulieferers versehen, sind sie optimal für den winterlichen Betrieb vorbereitet.

Doch vom rohen Holz bis zum fertigen Schlitten sind zahlreiche Arbeitsschritte zu absolvieren. So müssen als wichtigstes die hölzernen Kufen gebogen werden. Dies erfolgt auf traditionelle Art – das Eschenholz wird in einem Wurstkessel „gekocht“ und anschließend gebogen.

Eine weitere Besonderheit, die den Weber-Schlitten von anderen unterscheidet, ist der leicht gemuldete Sitz, der die Schlittenfahrt angenehmer macht. Die etwas ausgestellten Kufen erleichtern neben dem bequemeren Sitzen auch das Lenken. Und da beide Kufen aus einem Stück Holz geschnitten werden, halten sie auch besser die Spur.

Frischer Wind in der Manufaktur

Da es für die Webers in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger wurde, Rodelschlitten über den Handel zu vertreiben, haben sie nun mehr Wert auf regionale Vermarktung gelegt. Besuche auf Weihnachtsmärkten, aber auch Handwerksvorführungen im nahen Fladunger Freilandmuseum, vermitteln seither die grundlegenden Arbeitsschritte dieser handwerklichen Produktion an interessierte Besucher. Und seit 2013 weht ein frischerer Wind durch die Werkstatt: Der Neffe, Schreinermeister Alexander Hergenhan aus Oberelsbach, stieg in den Betrieb ein. Gemeinsam stellten die beiden die Produktion durch einen deutlich erhöhten Qualitätsanspruch auf neue Füße. Mit Umstellung auf reine Eschenholzschlitten, doppelt lackiert und auf Wunsch farbig gestrichen, sehen beide recht optimistisch in die Zukunft.

Schlitten-Manufaktur der Familie Weber in der RhönWeber-Schlitten aus Rhöner Manufaktur

Mehr über die tollen Schlitten und die Familie Weber findet Ihr hier:
www.weber-schlitten.de

Rhönstraße 44
97650 Fladungen

info@weber-schlitten.de