Fährtensuche im Schnee

In der Tat hat es in der Vergangenheit in der Rhön (selten, aber immerhin!) Hinweise gegeben, dass er allein oder im Rudel unterwegs ist: der Wolf. Jetzt, im Winter, sollten wir uns allerdings nicht sorgen, sondern achtsam sein und mit offenen Augen durch die Natur wandern.  Falls Ihr einmal eine große hundeähnliche Fährte im Rhöner Schnee seht, allerdings ohne Begleitung von menschlichen Fußspuren, die gradlinig bis zu einem halben Kilometer verläuft, dann wäre das ein ziemlich sicherer Hinweis darauf, dass hier ein Wolf entlang gesprintet ist. Wie könnt Ihr seine Fährte am besten lesen? Ihr solltet wissen: der Wolf trabt anders als der Hund. Und zwar indem er die Vorder- und die Hinterpfoten in eine Linie setzt und mit den Hinterpfoten in das Trittsiegel der Vorderpfoten tritt.

Der Wolf in der Rhön? Keine Sorge! Meistens handelte es sich vor allem um Wölfe, die „auf Durchreise“ waren, sich aber nicht niedergelassen haben. Sicherlich ist nach wie vor bei vielen Menschen das Bild vom „bösen Wolf“ verankert. Zu Unrecht, denn der Wolf stellt für den Menschen für gewöhnlich keine Gefahr dar, betonen Experten.

Faszination oder Angst

Wölfe sind sehr soziale Tiere, die in einer Kleinfamilie leben. Sie können enorme Strecken pro Tag zurücklegen, wenn sie auf Wanderschaft gehen. Manchmal kommt es aber auch vor, dass die Jungtiere noch eine Zeit lang im Streifgebiet des Rudels umherziehen. Dabei wird noch ein loser Kontakt zur Familie gehalten. Durch das kilometerweit zu hörende Heulen finden die Jungwölfe immer wieder zurück zu ihrer Familie.

Also: haltet schön die Augen auf bei der Fährtensuche!