Ein Ausflug zum Kloster Kreuzberg

In der vergangenen Woche sind wir nach einer überraschend schneereichen Woche aus der Rhön heimgekehrt und einer unserer schönsten Ausflüge war in diesem Jahr der zum Kloster Kreuzberg.

In diesem Jahr sah es mit der Schneeprognose ja leider nicht so rosig aus. Angesagt war Regen, Regen, Regen und bei 11 Grad am Anreisetag hatte ich, um ehrlich zu sein, nicht allzu viel Hoffnung auf Schnee. Aber wir hatten Glück. Am Dienstag schneite es ordentlich über Nacht und so hatten wir an diesem Tag sowohl im Hotel, als auch ab dann tollen Schnee in den höheren Lagen.

Mit der kümmerlichen Schneeprognose im Gepäck hatten wir uns im Vorfeld einige – zum Wetter passende – Ausflugsziele rausgesucht und das Franziskanerkloster auf dem Kreuzberg war eines davon, denn an Franziskus von Assisi kommt man in der Rhön nicht vorbei. Auch der wunderschöne Wanderweg direkt am Rhön Park Hotel ist nach seinen Werten und Lehren gestaltet und wirklich sehr empfehlenswert.

Wie bei fast jedem Ort in der Rhön gibt es auch zu diesem Kloster eine Sage zur Entstehung und die fanden unsere Kids ganz besonders toll:

Das Kloster sollte Ende 1600 eigentlich an einem ganz anderen Ort errichtet werden, doch alle Steine, die zum Bau an den vorgesehenen Ort gebracht wurden, lagen über Nacht plötzlich auf dem Kreuzberg. Wohooo!

Deshalb wurde das Kloster an diesem schon lange bestehenden Wallfahrtsort errichtet. Seit 1731 wird dort auch das altbekannte Kreuzbergbier gebraut.

Das Kloster auf dem Kreuzberg erreicht man mit dem Auto ab dem Rhön Park Hotel in ca. 30 Minuten. Vom Parkplatz aus läuft man einen kurzen Weg zum Klostergelände – auch wunderbar mit Oma und Opa im Schlepptau gut machbar. 

Begrüßt wird man von einer Statur des Heiligen Kilian. Dieser soll bereits im Jahr 686 ein Kreuz auf dem Kreuzberg errichtet haben.

Das Kloster sieht tatsächlich ein wenig aus wie die Burg aus dem Film „Drei Brösel für Aschenbrödel“ und wirkt mit den Schneehäubchen auf den Dächern ganz besonders hübsch.

Nach einem Gang durch das Klostergebäude und die prunkvolle Kapelle mit ihrer wunderschönen Orgel und den vielen Deckenmalereien und Altären, haben wir trotz Schnee den Aufstieg hoch zur Golgatha-Gruppe (den drei Gekreuzigten) gewagt. Man kann sich dabei zwischen einem Kapellenkreuzweg und einer steinernen Treppe entscheiden.

Auf beiden Wegen wird der Kreuzigungsweg von Jesus in den verschiedenen Stationen nachgestellt und es ist in dieser hohen Lage, dem Himmel so nah, besonders anrührend.

Mit jedem Plateau das man erklimmt wird die Aussicht umwerfender und man wird Stufe für Stufe mit einem immer schöner und vor allem weiter werdenden Blick über die wunderschöne Rhön belohnt.

Der Blick von oben über die verschneite Landschaft ist fantastisch und nach einiger Zeit des Verweilens haben wir den Abstieg gewagt und waren auf dem Weg nach unten mehr als froh, dass es ein Geländer zum Festhalten gibt.

Der Aufstieg hat sich gelohnt und im Sommer werden wir den Kreuzweg ganz sicher erneut laufen. Und noch einen heilenden Effekt hatte der Ausflug: Unser Teenager hat auf dem Steintreppenweg hinunter vom Kreuzberg erkannt, dass Markenturnschuhe zwar cool aussehen, aber es sich mit nicht so coolen und dafür profilsohlenverstärktem Winterstiefeln wohl doch etwas besser läuft. Der ist vielleicht geschlittert… ein Hoch auf seine ganz persönliche Lehre vom Kreuzberg 😉

Im Anschluss sind wir natürlich noch in der bekannten Klosterschänke eingekehrt und haben dort Käsespätzle, Klöße und Sauerkraut genossen. Für die Kids gab‘s eine Zitronenlimo und für uns ein echtes Kreuzbergbier. Als schöner Abschluss für einen herrlichen Ausflug und ging es zurück im Hotel dann für die ganze Familie ab in die Sauna zum Aufwärmen…